- Saisonabschluss der FIA Rallye-Europameisterschaft (ERC) 2026 auf portugiesischem Schotter
- Berüchtigter Fafe-Sprung inklusive: Es steckt viel Rallye-WM im Finale der Europameisterschaft
- Schneller Wechsel von Asphalt auf Schotter und von elektrischem Opel Mokka GSE zum Opel Corsa Rally4
Am kommenden Wochenende (23. bis 25. Oktober) geht es für Claire Schönborn und Michael Wenzel beim Saisonfinale der FIA Rallye-Europameisterschaft (ERC) wieder auf Schotter zur Sache. Und zwar ausgerechnet dort, wo die 27-Jährige ihr Debüt auf losem Untergrund gab, in Portugal. Auch ihre erste Saison im ADAC Opel Junior Rally Team endet so, wie sie begonnen hat. Seit dem Auftakt in Schweden wird erstmals wieder auf Schotter gefahren. Für Schönborn ist es erst der zweite Auftritt im Opel Corsa Rally4 auf diesem Untergrund. Und das auf berühmten, teils berüchtigten Passagen, allen voran dem vielzitierten Sprung von Fafe. Dazu kommt ein doppelter Wechsel binnen weniger Tage. Am vergangenen Wochenende fuhr Schönborn noch auf dem Asphalt der altehrwürdigen Rallye Sanremo, die sie als Sechste beendete, jetzt wartet der nicht minder traditionsreiche Schotter Portugals. Und statt im rein elektrisch angetriebenen Opel Mokka GSE Rally, mit dem sie im ADAC Opel GSE Rally Cup antrat, sitzt sie wieder im frontgetriebenen Corsa nach Rally4-Reglement.
„Ich freue mich riesig, wieder in Portugal zu starten. Hier hat im vergangenen Jahr meine Schotterreise begonnen. Mit einer kleiner Testrallye und direkt danach beim WM-Klassiker. Ganz nach Plan lief es damals nicht, eine kleine Rolle gehört auch zu dieser Geschichte. Gelernt habe ich trotzdem enorm viel über das Fahren auf Schotter. Genau daran will ich jetzt anknüpfen. Drei Prüfungen kenne ich von damals, darunter auch die mit dem berühmten ‚Fafe‘-Sprung. Neu ist für mich der Opel Corsa Rally4 mit diesem Fronttriebler – und damit eine ganz andere Welt als mit dem Allradler aus dem Vorjahr. Die Prüfungen sehen sehr vielversprechend aus. Ich hoffe, wir können zum Saisonabschluss noch einmal ein kleines Highlight setzen.“
CLAIRE SCHÖNBORN
Saving the best till last: Fordernde Prüfungen haben in Portugal Tradition
Auf dem Plan stehen bei der Rally Six Cities North of Portugal 17 Wertungsprüfungen über 181,10 Kilometer. Los geht es am Freitagabend auf dem Campo de São Mamede in Guimarães, unterhalb der Burg, auf die Portugal seine Gründung zurückführt. Kurz darauf folgt mit Monte da Penha die einzige Asphaltprüfung der Rallye. Sie führt 2,92 Kilometer die kurvige Rampa da Penha hinauf und startet um 19:05 Uhr Ortszeit, wenn das Tageslicht schwindet. Gewinnen lässt sich die Rallye dort kaum, verlieren schon. Am Samstag wird es ernst. In zwei Schleifen geht es durch Cabeceiras de Basto, Ribeira de Pena und Boticas. Ribeira de Pena ist mit 18,24 Kilometern die längste WP der Veranstaltung und wird zweimal gefahren. Viel Zeit zum Nachjustieren bleibt nicht, denn beim Remote Service in Boticas haben die Teams zwischen den Schleifen gerade einmal 15 Minuten. Am Sonntag warten Pisten, die man aus der Weltmeisterschaft kennt: Montim, Seixoso und Santa Quitéria gehörten schon zum Programm der Rallye Portugal. Wer hier am Vormittag seinen Rhythmus findet, geht mit einem Polster in die abschließende Power Stage.

